Kanupolo: WM Welland (CAN)

Donnerstag, 2. August 2018 - 16:55

1. Spieltag

Am ersten Spieltag war nur die Schweizer U21 Herrenmannschaft im Einsatz. Als erstes Spiel standen die Briten als Gegner auf dem Feld. Unsere Jungs mussten sich am Vorbereitungsturnier in Mechelen im Final noch knapp gegen diese Mannschaft geschlagen geben. Heute hoffte man, das Glück auf Schweizer Seite zu haben. Doch starteten unsere Athleten nervös in das Spiel und erlaubten sich viele unnötige Fehler. Diese wurden von den Briten gnadenlos ausgenutzt. Die Schweizer mussten die Auftaktpartie 0:4 Preis geben.

 

Am Nachmittag galt es gegen die Niederländer die ersten Punkte zu sammeln. Nachdem die Schweiz rasch in Rücklage geraten war, konnte sich das Team aufraffen und erzielte mit Dario Stern das erste Schweizer Goal an dieser WM. In der Folge war eine deutliche Steigerung zu sehen und die Schweizer konnten sogar in Führung geben. Die Niederländer kämpften aber weiter und konnten ein weiteres Mal die Führung erlangen. Unsere Nachwuchsathleten konnten den Einstand wieder herstellen, verpassten aber nach einem verpatzten Konter (Lattenschuss) kurz vor Ende der Partie den wichtigen Sieg.

2. Spieltag

Am  Schweizer Nationalfeiertag griffen nun auch die Damen und Herren in das Spielgeschehen an den Weltmeisterschaften 2018 im kanadischen Welland ein. Die Schweizerinnen trafen zuerst auf die USA. Unsere Damen waren dabei, wie erwartet, das klar bessere Team und konnten ihr Auftaktspiel entsprechend deutlich mit 6:3 Toren gewinnen. Die Schweizer Herren hatten ihr erstes Spiel gegen einen ihnen unbekannten Gegner, den asiatischen Meister Iran.

 

Bei dieser Aufgabe tat sich das Team schwer und agierte sehr passiv. Gegen einen ungestüm und zum Teil fahrlässig agierenden Gegner gelang es nicht, sich Konterchancen zu erarbeiten. Im Gegenteil: Einige Konterversuche der Iraner konnten nur mit viel Mühe neutralisiert werden. So stand es zum Spielschluss 3:3 Unentschieden.
Am Nachmittag traten die Herren nochmals an, dieses Mal gegen Grossbritannien. Etwas wacher, spielten die beiden Mannschaften ungefähr gleichauf. Das Schweizer Spiel flachte allerdings wieder ab und so musste man kurz vor Ende der Partie den Gegentreffer zum 3:4 hinnehmen, auf den unsere Mannen nicht mehr reagieren konnten. Morgen muss in der letzten Partie gegen Brasilien ein Sieg mit 11 oder mehr Toren Vorsprung her, damit die Herren noch die Runde der ersten Zwölf erreichen können. Gleichzeitig muss Grossbritannien das Spiel gegen Iran gewinnen.

 

Für die U21 stand heute nur ein Spiel auf dem Programm – gegen Irland. Von dieser Mannschaft wusste man, dass sie immer bis zum Ende kämpfen und dass ein hoher Sieg den zweiten Gruppenrang und somit eine vermeintlich einfachere Zwischenrunden-Gruppe bedeutet. Verlieren war verboten, wenn das Ziel Weltmeister zu werden, noch erreichbar bleiben sollte. Die jungen Schweizer starteten befreiter als noch vorgestern in die Partie und konnten rasch in Führung gehen. Zur Halbzeitpause stand es 4:1 für die Schweizer. Nach dem Unterbruch schlichen sich aber wieder zu viele Fehler ein und die Iren kämpften wie erwartet immer weiter. Zwei Minuten vor Schluss fiel dann tatsächlich der Ausgleich. Knapp eine Minute vor Schluss konnten unsere Jungs aber noch einmal punkten und die Partie somit 5:4 für sich entscheiden.

 

Das bedeutet für die U21 eine Hammer-Zwischenrunde mit Frankreich, Grossbritannien, Dänemark, Italien und Japan als nächsten Gegnern.

Die Damen hatten zum Schluss des Tages noch ihre zweite Partie auszutragen. Die Neuseeländerinnen sind als starke Gegnerinnen bekannt. Sie spielten gegen die Schweizer Damen von Anfang an mit Manndeckung und konnten unsere Frauen damit in starke Bedrängnis bringen. Diese wehrten sich jedoch nach Kräften und konnten mit einigen guten Aktionen aufwarten. Nichts desto trotz musste die Partie 1:4 Preis gegeben werden.

Text & Bild: Marius Ammann