Regatta Brandenburg

Lundi, 15. Mai 2017 - 23:36

Die 26. Grosse Brandenburger Regatta lockte am vergangenen Wochenende insgesamt 70 Kanuvereine aus sieben europäischen Länder in den Norden Deutschlands. Traditionell sind besonders die Nachwuchskategorien hervorragend besetzt mit bis zu sieben Vorläufen. Für die Jüngsten im Schweizer Team galt es denn auch in erster Linie Erfahrungen zu sammeln.

Brilliert haben aus Schweizer Sicht vor Allem Andri Summermatter vom KC Schaffhausen und die Juniorinnen Ronja Bühler und Hanna Müller. Andri Summermatter erreichte über 1000m, 5000m und im Kajak Zweier mit Stefan Domeisen jeweils den Bronze-Platz. Gegen die deutschen B-Team Fahrer hielt er stark dagegen und bewies seine aufsteigende Form rechtzeitig für die kommenden Weltcups. Stefan Domeisen zerrte sich kurz vor dem Wettkampf die Bänder und paddelte deswegen nur den Zweier-Einsatz. Dort zeigte das Duo ein durchzogenes Rennen. Zwar schaute der dritte Rang und eine schnelle Zeit heraus, trotzdem meinte Stefan Domeisen nach dem Rennen: «Ganz alles habe ich wegen der Verletzung geben können»

Ronja Bühler und Hannah Müller boten sich wie schon des Öfteren in dieser Saison enge Duelle. Erstmals konnte die Nidwaldnerin über 500m an Ronja Bühler vorbeiziehen und belegte Rang sechs. Die Sportgymnasiastin aus Romanshorn platzierte sich eine Sekunde dahinter auf dem siebten Platz. Über 200m kehrte die Sprintspezialistin das Duell wieder um und klassierte sich auf Rang sechs während Hannah Müller die Finalqualifikation knapp verpasste. Im Kajak-Zweier gelangen den beiden dann mit vereinten Kräften Podestplätze. Über die olympischen 500m platzierten sie sich 0.47 Sekunden hinter den Siegerinnen aus Deutschland auf Rang zwei. Über die 200m, welche nicht zum olympischen Programm gehören, gelang dem Schweizer Boot sogar der Sieg, wenn auch mit einem knappen Vorsprung von 11 Hundertstel.

Zufrieden mit ihren Rennen zeigte sich auch die Rapperswilerin Franziska Widmer. Nach einer Erkältung an der Regatta in Essen vor zwei Wochen gelang ihr nun eine deutliche Leistungssteigerung. Über 200m und 500m erreichte sie jeweils den fünften Platz und konnte den Rückstand auf die siegreiche Olympionikin Yvonne Schuring aus Österreich in Grenzen halten. Beim Langstreckenrennen über 5000m gelang ihr sogar der Sprung aufs Podest. Die Bronzemedaille bedeutet ihre erste internationale Medaille im Kajak Einer.

Bei den männlichen Junioren reichte es im Kajak Einer über 1000m zwar knapp nicht für eine Finalqualifikation, dafür paddelten Maurus Pfalzgraf und Linus Bolzern im Zweier stark auf und landeten mit persönlicher Bestzeit auf Rang 5. Beim Langstreckenrennen über 5000m stellte der Schaffhauser Maurus Pfalzgraf seine Einer-Qualitäten unter Beweis und kämpfte sich bei über 30 Startenden auf den sechsten Platz vor.

Die nächsten Regatten auf dem Programm haben es in sich: Die Elite-Athleten fahren über Auffahrt ins ungarische Szeged zum bestbesetzten Weltcup der Saison. Zur gleichen Zeit findet für die Junioren die traditionell stark besetzte Regatta Piestany in der Slowakei statt.