Wildwasserrennsport: WM Elite

Donnerstag, 2. Juni 2022 - 14:42

Mit den Weltmeisterschaften im französischen Treignac kam der Wildwasserrennsport über das Pfingstwochenende zu seinen Wurzeln zurück. 1959 wurden an der selben Stelle die ersten offiziellen Weltmeisterschaften in dieser Sportart ausgetragen. Die mystische Vézère bot damals wie heute eine anspruchsvolle WM-Strecke und sorgte für spektakuläre Bilder.

Sprint

Im Sprint konnten sich Hannah Müller (K1 Damen) und Jonah Müller (C1 Herren) für das Finale qualifzieren. Cornel Bretscher (K1 Herren) zeigte ebenfalls ein gutes Rennen und verpasste das Finale im starken Herrenfeld lediglich um 0.8 Sekunden. Er beendete das Rennen auf dem 20. Rang. Hannah und Jonah Müller konnten sich im Finale im Vergleich zur Qualifikation noch einmal steigern und zeigten je einen sehr soliden Lauf. Für Hannah Müller resultierte dabei die zweite Top-10 Platzierung in einem WM-Sprintfinal ihrer Karriere, sie wurde am Ende 9., Jonah Müller klassierte sich auf dem 12. Rang.

Classic

Mit Spannung erwartet wurde das Classic Rennen. Die äusserst anspruchsvolle Strecke verlangte den Athlet:innen technisch, physisch und psychisch alles ab. Die Schweizer:innen wussten aber mit der Situation umzugehen und steigerten sich im Vergleich zum Sprint noch einmal. Hannah Müller wurde am Ende wieder 9., Jonah Müller schaffte es ebenfalls auf den 9. Rang und Cornel Bretscher für mit einer sehr starken Leistung auf den 15. Rang.

Im Rahmen der Weltmeisterschaft wurde zum ersten Mal auch eine offizielle Masters-WM ausgetragen. Das Rennen in der Kategorie K1 Herren 55+ wurde dabei zur Beute des Schweizer Betreuers Peter Lüthi. Er zeigte, dass er auch 22 Jahre nach seinem letzten WM-Einsatz auf der Vézère bestens mit der Strecke zurechtkam.

Die internationale Saison der Elite geht nächste Woche mit den Weltcuprennen in Celje (SLO) weiter.

Text: Annalena Kuttenberger

Bild: Kick The Waves