Dritter Platz für die Schweiz am Kanupolo Europacup-Turnier in St-Omer

Lundi, 2. Juin 2014 - 15:41

Am Wochenende vom 24. und 25. Mai 2014 fand das erste Kanupolo-Europacup-Turnier der Saison in St-Omer (Nordfrankreich) statt. An den drei Europacup-Turnieren (neben St-Omer in Mechelen, Belgien und Groningen, Niederlande) messen sich Europas Top-Nationalteams im sportlichen Wettkampf. Das Schweizer Nationalteam erreichte an diesem hochkarätigen Turnier den sehr guten 3. Platz.

Lange sah es sogar nach einer noch besseren Klassierung aus für die Eidgenossen. In der Vorrunde musste das Spiel gegen den amtierenden Europameister Frankreich preisgegeben werden. Mit einem hart erkämpften Sieg gegen Deutschland sicherte sich das Team um Captain Andreas Bartelt die Teilnahme am Halbfinal. In diesem traf die Schweiz auf Weltmeister Holland. In diesem Spiel konnten die Schweizer dank ihres beherzten und kampfstarken Auftretens zweimal in Führung gehen. Die abgeklärten Niederländer holten den Rückstand jedoch beide Male wieder auf. So stand es nach 20 intensiven und spannenden Minuten 3:3 Unentschieden. Die Verlängerung begann mit dem Gewinn des Anspiels durch Colin Weber gut für die Schweiz. Zwei Minuten lang konnte das Team von Coach Ollie Bishop den Druck auf das gegnerische Tor aufrechterhalten. Dann gelang es den Niederländern jedoch, sich aus der Umklammerung zu lösen und in einem Konter das Golden Goal auf das leere Tor zu erzielen.

Im kleinen Finale traf die Schweiz auf die Mannschaft aus Schweden. Die Schweizer spielten erneut eine stake Partie. Ihre Dominanz zeigte sich im Schluss-Score von 7:2 Toren. Turniersieger wurden die Niederlande vor Gastgeber Frankreich. Der Europacup von St-Omer war das erste Turnier nach der Nationalmannschafts-Selektion und somit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Thury-Harcourt im September. Dabei zeigte das Schweizer Team eine kompakte und abgeklärte Leistung. „Viele individuelle Fehler und unnötige Fehler, die noch zu Beginn der Saison ein Thema waren, konnten eliminiert werden. Das Team hat als Ganzes eine überzeugende Leistung gezeigt“ meinte auch Trainer Ollie Bishop. Die Mannschaft ist also auf einem guten Weg zum erklärten Ziel, an der Weltmeisterschaft das oberste Treppchen zu steigen und muss sich auch vor den grossen Nationen nicht verstecken.

Für das vorwiegend sehr junge B-Team der Schweiz hiess das Ziel, Erfahrungen auf diesem hohen internationalen Niveau zu sammeln und die jungen Spieler an die Nationalmannschaft heranzuführen. Daher resultierte für die zweite Mannschaft der zu erwartende, trotzdem auch leicht enttäuschende zwölfte Schlussrang. Nichtsdestotrotz können alle Athleten wertvolle Erlebnisse aus dem Europacup-Turnier ziehen.

Rangliste:
1. Niederlande, 2. Frankreich, 3. Schweiz, 4. Schweden, 12. Schweiz B
Schweiz: Benedikt Lagler, Simon Morger, Marc Snobl, Andreas Bartelt, Stephan Bartelt, Jan Thalmann, Ueli Kurmann
Schweiz B: Philippe Gadient, Marius Ammann, Damian Nüssler, Sandro Nüssler, Christoph Brunner, Pascal Fuhrimann

Text: Marius Ammann