Dieses Dokument führt die verschieden Einstufungen von Zahmwasser, Wildwasser, Küste und Windstärke die für den Paddelsport relevant sind auf.

Schwierigkeitsbewertung Zahmwasser


Die Zahmwasserbewertung ist vom Deutschen Kanuverband erarbeitet worden und beschreibt flach fliessende Gewässer ohne Hindernisse die leichter als Wildwasser I sind.

Zahmwasser 1

Sicht:frei
Wasser:Stehende oder langsam fliessende Gewässer mit einer Strömungsgeschwindigkeit bis 2 km/h
Flussbett:Keine Hindernisse
Beispiele:Zürichsee, Wohlensee bei Bern bei normalem Wasserstand


Zahmwasser 2

Sicht:frei
Wasser:Fliessende Gewässer mit einer Strömungsgeschwindigkeit zwischen 2 und 5 km/h.
Flussbett:Keine Hindernisse
Beispiele:Rhein in Stein am Rhein bei normalem Wasserstand


Zahmwasser 3

Sicht:frei
Wasser:Fliessende Gewässer mit einer Strömungsgeschwindigkeit über 5 km/h
Flussbett:Keine Hindernisse
Beispiele:Rhein durch Basel bei normalem Wasserstand

Wildwasser-Schwierigkeitsgrade


Die nachfolgenden Wildwasser-Schwierigkeitsgrade sind von einer Kommission der
Internationalen Canoe -Föderation (ICF) 1979 erarbeitet worden. Diese ist weltweit anerkannt und gültig. Ebenfalls wird in der Verordnung über das Bergführerwesen und Anbieten weiterer Risikoaktivitäten (Risikoaktivitätenverordnung) auf diese Einstufung verwiesen.

Wildwasser I: unschwierig

Sicht:frei
Wasser:Regelmässiger Stromzug, regelmässige Wellen, kleine Schwälle
Flussbett:einfache Hindernisse
Beispiele:Reuss (Mellingen-Windisch), Thur (Frauenfeld-Andelfingen) oder Ticino (Cresciano-Bellinzona)


Wildwasser II: mässig schwierig

Sicht:Freie Durchfahrten
Wasser:Unregelmässiger Stromzug, unregelmässige Wellen, mittlere Schwälle, schwache Walzen, Wirbel und Presswasser
Flussbett:Einfache Hindernisse im Stromzug, kleine Stufen
Beispiele:Engelberger Aa (Grafenort-Stans), Vorderrhein (Versam-Reichenau) oder Simme (Garstatt-Heidenweidli)


Wildwasser III: schwierig

Sicht:Übersichtliche Durchfahrten
Wasser:Hohe, unregelmässige Wellen, grössere Schwälle, Walzen, Wirbel und Presswasser
Flussbett:Einzelne Blöcke, Stufen, andere Hindernisse im Stromzug
Beispiele:Hinterrhein (Hinterrhein-Splügen), Moesa (Cama-Roverdo), Muota (Muotathal-Stausee), Simme (Heidenweidli-Weissenburg) oder Vorderrhein (Compadials-Trun)


Wildwasser IV: sehr schwierig

Sicht:Durchfahrten nicht ohne weiteres erkennbar; Erkundung meist nötig
Wasser:Hohe andauernde Schwälle, kräftige Walzen, Wirbel und Presswasser
Flussbett:Blöcke versetzt im Stromzug, höhere Stufen mit Rücksog
Beispiele:Engstlige (Achsten-Frutigen), Inn (Giarsun-Ardez), Moesa (Sorte-Cama) oder Landquart (Küblis-Fideris)


Wildwasser V: äusserst schwierig

Sicht:Erkundung unerlässlich
Wasser:Extreme Schwälle, extreme Walzen, Wirbel und Presswasser
Flussbett:Enge Verblockungen, hohe Gefällstufen mit schwierigen Ein- oder Ausfahrten
Beispiele:Verzasca (Lavertezzo-Staustufe), Lonza (Riederschnellen) oder Lütschine (Blockstrecke ob Wilderswil)


Wildwasser VI: Grenze der Befahrbarkeit

Beschreibung:Im Allgemeinen nicht befahrbar, bei bestimmten Wasserständen eventuell befahrbar.
Beispiele:Bei hohen Wasserständen: Reuss (Schöllenen Schlucht), Sernf (Obere Sernfschlucht), Glenner (Lumbreiner Schlucht (Surin - Vignon))

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